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Ich halte mich primär an die Ressource Öl, da es das Schmiermittel der kompletten Weltwirtschaft ist. Öl ist für uns ungefähr so wichtig wie Wasser für die Fische. Ich könnte das hier heute nicht schreiben, wenn es das Öl nicht gebe. Die Industrielle Revolution basiert im Grunde auf die fossilen Brennstoffe. Zuerst kam die Kohle, aber als dann das Öl entdeckt wurde ging es erst richtig los. Mit Öl hat die Menschheit die billigste und in der grössten Menge vorhandende Energiequelle entdeckt die es jemals gab.
Und Energie ist alles.
Bei Erdöl denken die meisten Menschen meist nur an die Zapfsäule. Tatsächlich kommen Sie ständig mit Rohölprodukten in Kontakt

Öl liefert derzeit fast 70% der Energie für die industrielle Produktion
- Chemikalien und Lösungsmittel
- Plastik
- Farben und Lacke
- Verpackungen, Folien
- Kunstfasern
- Kosmetik
- Straßenbau
- Medikamente
- Düngemittel
In gewisser Weise ist die moderne Landwirtschaft eine Methode um Öl in Nahrungsmittel zu verwandeln. Öl und Erdgas werden benötigt für Treibstoff für Traktoren und andere Landmaschinen, Pestizide und Kunstdüngerproduktion sowie Verpackung, Transport und Kühlung. Moderne Landwirtschaft ist der Hauptgrund weshalb die Weltbevölkerung so sprunghaft von 1 Milliarde auf über 6 Milliarden wachsen konnte.
Wie sollen wir 6 Milliarden Leute sättigen, wenn uns die treibende Kraft ausgeht ?

Es wird schon lange um die letzten Reserven gekämpft.
Wer heutzutage noch glaubt, in dem Krieg gegen Terror geht es um den Schutz der westlichen Gesellschaft, hat Tomaten auf den Augen.

Was die USA zurzeit versuchen, verfolgen wir derzeit im Afghanistan/Irak/Iran. Der Irak hat die 2. größten Ölreserven der Welt.
Oder eher gesagt, jetzt die Amerikaner..
Anscheinend gilt, wer die meisten Waffen und Bomben hat, wird mit allen anderen um die verbleibenden Ressourcen kämpfen und diese verbrauchen bis sie alle weg sind.
Die Sache ist in Wirklichkeit natürlich etwas komplizierter. Offensichtlich haben die USA den Irak nicht erobert, um sprichwörtlich eine Pipeline direkt von Bagdad nach Washington zu bauen.

Es ist komplizierter als das.


Ich denke, das die Amerikaner wirtschaftliche und geopolitische Gründe haben, den weltweiten Preis des Öls zu kontrollieren - und ihre Hände am Ölhahn zu haben, um es mal so auszudrücken.
Die Geopolitik im Mittleren Osten ist kompliziert und vielschichtig, aber es ist keine übertriebene Vereinfachung zu behaupten, dass es hauptsächlich ums Öl geht.

Das eigentliche Problem der Ölversorgung
Geologen und Analysten sehen eine ernsthafte Versorungskrise heraufziehen. Zwar behauptet keiner, das uns die nächsten 30 Jahre das Öl ausgeht. Vielmehr ist das Problem, das die Ölversorgung nicht mehr Schritt halten kann mit dem stetig wachsenden Energiebedarf.
Die "RIESEN"Ölfelder wurden gefunden, es gibt keine mehr. Die Opec hat den Ölhahn ganz aufgedreht, viel Reserven bleiben nicht mehr.

Eines muss man sich vor Augen führen :

Unser Problem wird zunächst nicht sein, dass uns das Öl ausgeht.
Unser Problem ist, das wir nicht so viel Öl produzieren können, wie benötigt wird!
Das Rohöl ist immer noch das entscheidende Schmiermittel der globalisierten Wirtschaft - und dies selbst im Zeitalter der New Economy, jener wissensgetriebenen, scheinbar rohstofflosen Wirtschaft, die auf Bits und Bytes, auf Gene und DNA - Sequenzen setzt.
Öl bleibt das Lebensblut der Zivilisationen.

Es hat sich etwas Grundlegendes geändert an Angebot und Nachfrage.
Der Wechsel lässt sich in einer schlichten Gleichung darstellen
zu viel Bedarf, zu wenig Öl














Ein mögliches Szenario :

Zuerst einmal sollte man wissen, wie man im "Öl-Land" Saudi-Arabien Öl fördert.
Ich denke, sie wissen wie solche Ölförderpumpen aussehen. Diese riesigen "nickenden" Saurierer aus Eisen. In Filmen hat man die des öfteren gesehen.
Davon gibt es in Saudi-Arabien keine einzige.
Es steht in Saudi-Arabien unter Druck und fließt von selber raus. Eine Ölquelle in Saudi-Arabien ist entsprechend schlichtweg ein Rohr, das im Boden steckt und per Ventil geöffnet und geschlossen wird. Es gibt auch nicht besonders viele Quellen in Saudi-Arabien.
90% der saudischen Ölförderung stammt aus 4 Ölfeldern, die alle seit mindestens 30 Jahren in "Betrieb" sind. Tatsächlich wurde in Saudi-Arabien seit 1967 kein Öl mehr gefunden.
Um den Druck in den Lagerstätten auf so lange Dauer aufrecht zu erhalten, wird Wasser hineingepresst. Täglich werden über eine Milliarde Liter Meerwasser in die Ölfelder "injiziert".
Unter ölführenden Schichten liegt in der Regel ohnehin Wasser, das nach oben drückt. Daher rührt ein Teil des Drucks.
Ende der Neunziger Jahre gab es eine Periode rasanter Preisverfalls beim Erdöl. Weil heutzutage auch Saudi-Arabien ein Staat ist, der auf keinen Dollar Einnahmen verzichten kann, wurde mehr Öl gefördert, als gut für die Ölfelder war.
Ein Ölfeld ist kein Tank, auch kein unterirdischer See. Das Öl befindet sich in einer porösen Gesteinsschicht, und die förderbare Menge hängt davon ab, wie durchlässig diese Schicht ist, also, wie rasch sich das Öl darin fortbewegen kann. Der Fachbegriff hierfür ist "Permeabilität". Je permeabler eine Schicht, desto zugänglicher ist das Öl darin.
Das größte Ölfeld der Saudis, das Ghawar-Feld besteht aus einer Gesteinsschicht, die aus dem Jura stammt. Es enthält nicht nur Erdöl von höchster Qualität, sondern ist zugleich ausserordentlich porös und zugleich ausserordentlich permeabel - ein kleines Wunder.
Diese Gesteinsschichten sind zehnmal, hundertmal bis zu tausendmal durchlässiger, als sie es eigentlich sein dürften. Dieses Feld ist beinnahe wie ein Tank, das Öl kann daraus schnell oder langsam fließen, ganz wie man will. Man kann den Hahn sogar zudrehen und wieder auf, wenn man wieder Öl braucht. Das ist etwas, was einem die meisten anderen Ölfelder nie verzeihen würden. Und Ghwar ist das Ölfeld mit den größten und besten Schichten. Nur deshalb konnten die Saudis all die Jahre ihre Produktion hinauffahren und wieder drosseln, wie es gerade erforderlich war.
Das Problem ist, das man immer mehr Wasser hineindrücken muss, um den Druck aufrecht zu erhalten. Da Wasser weniger zähflüssig ist, überholt es zwangsläufig das Öl auf dem Weg zum Bohrloch, und wenn das geschieht, wird das verbleibende Öl so gut wie unzugänglich. Das Wasser versperrt ihm den Weg.
Dann bohrt man halt einfach an einer anderen Stelle ?
Das geht jetzt etwas zu sehr ins Detail, es hängt damit zusammen, dass die extrem permeable Gesteinsschichten immer wieder von normalen Gestein durchsetzt ist... Jedenfalls läuft es darauf hinaus, dass das verbliebene Öl in unzählige winzige Blasen verteilt wird. Hier ein paar Liter, da ein Fass voll... - jedes dieser Reservoirs müsste man einzeln anbohren. Das kann man vergessen.
Man könnte jetzt sagen, es gibt tausende von Ölfeldern...das Öl kann nicht von heute auf morgen ausgehen und das Ölfeld hin oder her macht es nicht aus.



Aber, das das Öl von heute auf morgen ausgeht, behauptet auch keiner. Es geht ums -billige- Öl. Und ja, es gibt tausende von Ölfeldern, aber keines davon kann es mit Ghawar aufnehmen. Ghawar ist das größte Ölfeld, das je gefunden wurde. Es ist so groß, das man Anfangs gemeint hat, es mit mehreren Feldern zu tun. Ghawar ist doppelt so groß wie das Saarland, und schätzungsweise 70% allen Öls, das je gefördert wurde, stammt aus dem Ghawar Feld. Ich will begreiflich machen, das dies nicht irgendein Ölfeld ist. Ohne Ghawar ist Saudi-Arabien erledigt.
Entscheidend ist, dass, sobald Saudi-Arabien als "swing producer" ausfällt, der "peak" erreicht ist, also das globale Ölfödermaximum überschritten ist. In den letzten Jahren haben alle Ölförderländer so viel produziert, wie sie konnten. Bis auf Saudi-Arabien. Die Saudis waren immer diejenigen, die immer so viel lieferten, wie nötig war, um die Preise stabil zu halten.
Wenn sie das nicht mehr können ( was zwangsläufig ohne Ghawar der Fall sein wird ), wird von da an die weltweite Ölförderung nur noch abnehmen, während der Bedarf ständig steigt.
Stellen sie sich vor, was mit den Preisen geschieht ? Für Öl ? Für alles ? Es ist die Mutter aller Krisen..

Es gibt noch genügend Öl unter der Erde, für mindestens 10 Jahre. Aber das, was noch übrig ist, sitzt tiefer unten, ist schwieriger und kostspieliger zu fördern / befindet sich in unwirtlichen Gegenden. Klar wird/kann man weiterhin Öl fördern. Aber es wird weniger sein, und es wird teurer sein. Die endgültige Grenze ist erreicht, sobald man mehr Energie braucht, um einen Liter Öl zu fördern, als man aus diesem Liter Öl gewinnen kann. Genau ab diesem Zeitpunkt ist Öl keine Energiequelle mehr.

So betrachten es die meisten Menschen nicht... was das nächste Problem ist…

Dieser Planet konnte nur deshalb bis jetzt 6 Milliarden Menschen tragen, weil das Öl da war. Wenn es wegfällt, wie sollen all diese Menschen künftig ernährt werden ? Von Kleidung, Medizin, Flugzeugen, Klimaanlagen, Plastik und all den anderen Annehmlichkeiten, an die sie gewöhnt sind, ganz zu schweigen ?..

Ein Einbruch der Ölversorgung wäre ein weltweiter Zusammenbruch
Nahrungsmittelknappheit, Kollaps der Infrastruktur und internationale Ressourcenkonflikte wären die Folge. Die Traktoren hätten keinen Diesel mehr, Krankenwagen könnten nicht zum Unfallort fahren, Fabriken bleiben geschlossen weil die Mitarbeiter nicht zur Arbeit fahren können. Stellen sie sich vor, sie könnten ab diesem Moment nicht mehr tanken.
Wie wollen sie in die 20 km entfernte Arbeit kommen ?
Ohne Öl werden wir um Jahrhunderte nach hinten katapultiert. Flughäfen müssten den Betrieb einstellen und Nahrungsmittel könnten nicht in die Supermärkte gefahren werden. Die Wasserversorgung würde zusammenbrechen, weil die Pumpen nicht mehr angetrieben werden.






Running out of Oil..and time
Naja.. wir haben ja alternative Energiequellen,werden sie jetzt sagen.

Es wird viel geredet von alternativen Energien. Es wird viel Geld für Windräder verschwendet, für Biogasanlagen, Solarzellen auf Hausdächern. Unfug. Zum Öl gibt es keine Alternative.
Ich will damit nicht sagen, das man nicht auch Windräder oder Gezeitenkraftwerke oder was auch immer betreiben sollte, wenn es sich anbietet. Warum nicht. Das ist alles in Ordnung, solange man sich nicht einbildet, man könne damit das Öl überflüssig machen. Das kann man nämlich nicht. Unsere gesamte technische Zivilisation ist untrennbar mit dem Öl verbunden. Zu versuchen, darauf zu verzichten, wäre das selbe, als würden wir versuchen, ohne Blut zu leben.
Ein Beispiel :
Es wird heute viel von Elektroautos geredet, von Hybridmotoren, Brennstoffzellen und so weiter... Und es wird in einer Weise davon geredet, dass der Mann auf der Straße denken muss, das sei das Neuste vom neuen, der Fortschritt und die Rettung schlechthin.
Tatsächlich sind das alles alte Hüte. Mit Elektroautos hat man bereits Ende des letzten Jahrhunderts experimentiert. Das erste Auto mit Hybridantrieb wurde schon 1955 gebaut!
Und die Brennstoffzelle...Naja... eine Frage : Glauben sie, das jemals ein Flugzeug von Brennstoffzellen angetrieben wird ? Können sie sich ein Flugzeug mit Elektromotor und Batterien vorstellen ? Genau. Weil es nämlich unmöglich ist.

Alle Theoretiker der alternativen Antriebe vergessen in ihren Theorien nämlich einen wichtigen Kennwert, ja den Kennwert überhaupt - die Energiedichte. Denn auf die Energiedichte kommt es an, und zwar wesentlich. Die Energiedichte eines Elektroantriebs - Motor und Batterie zusammengenommen, wohlgemerkt, oder meinetwegen eine Brennstoffzelle statt der Batterie, das ändert auch nichts wesentliches - reicht gerade aus, um ein besseres "Golfwägelchen" im Leichtbau zu fahren, aber dann ist auch schon Schluss.
Und das ist prinzipbedingt, daran wird alle Erfindungskunst der Welt so wenig ändern, dass man es gleich ganz bleiben lassen kann.
Tatsache ist, das man an chemischen Antrieben nicht vorbeikommt, will man eine hohe Leistung. Und es gibt nur einen einzigen Stoff, der die Devirate des Erdöls - Benzin,Kerosin und so weiter - an Energiedichte übertrifft : Wasserstoff. Die Wasserstoff-Sauerstoff-Reaktion ist die energiereichste chemische Reaktion überhaupt. Deswegen treibt man Raketen damit an. Aber was ist Wasserstoff ?
Wasserstoff ist nicht einmal eine Energiequelle!. Es ist nur ein Speichermedium. Wasserstoff muss erst einmal erzeugt werden
Wir könnten natürlich unsere Autos/lkws/Flugzeuge mit Wasserstoff antreiben (auch wenn sie damit sich bewegende Bomben werden Oo ) , aber woher sollen wir genug Wasserstoff kriegen um Millionen von Autos anzutreiben?
Entweder muss dieser durch fossile Brennstoffe hergestellt werden - fossile Brennstoffe sind heutzutage die Quelle fast alles verfügbaren Wasserstoffes - oder aus Wasser durch Elektrolyse. Aber Wasserstoff aus Wasser herzustellen verbraucht im Moment mehr Energie in Form von Elektrizitität als der Wasserstoff später hergibt.
Wie man es dreht und wendet : Was das Verhältnis von Handhabbarkeit zu Energieausbeute anbelangt, schlägt nichts das Benzin und seine Verwandten. Nimm das Öl weg, und unsere Welt hört auf, die zu sein, die wir kennen



Erneuerbare Energien sind vielversprechend, aber es ist illusionär anzunehmen, dass wir ohne fossile Energien unseren Lebensstandard auch nur annährend erhalten koennen.
Selbst wenn jetzt ein weltweites Riesenprogramm gestartet werden würde, ist es bereits viel zu spät um massive Folgen der Ölknappheit zu verhindern. Ein sehr wichtiger Faktor hierzu ist, dass Erdöl benötigt wird um Solarzellen, Windkraftwerke u. Wasserkraftwerke usw überhaupt erst zu bauen, zu transportieren und zu installieren.

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